Credo
Mit vielen Christen auf der Welt verbindet mich das apostolische Glaubensbekenntnis, das in wenigen Sätzen die wesentlichen Glaubenssätze und -wahrheiten zusammenfasst. Das nachfolgende persönliche Glaubensbekenntnis ergänzt diese wichtigen historisch-dogmatischen Aussagen um jene Dinge, die mir darüber hinaus als Christ und für die persönliche Beziehung zu Gott wichtig sind. Ohne den Anspruch auf Vollständigkeit zu erheben, stellen sie den Versuch dar, das in Worte zu fassen, was für meinen Glauben wie auch für meine Verkündigung prägend ist. So ist das eine nicht ohne das andere zu denken, weil die apostolischen Glaubenssätze die Basis für mein persönliches Bekenntnis darstellen und dies wiederum vor Augen führt, welche Auswirkung die Wahrheit der historisch-dogmatischen Aussagen des apostolischen Glaubensbekenntnisses auf mein Verständnis und Leben als Christ hat.
Ich glaube,
dass ich von Gott gewollt bin,
er mich bedingungslos liebt
und ich so wertvoll und wichtig für ihn bin,
dass er das Leben seines Sohnes
Jesus Christus
einsetzt,
um die durch Sünde zerstörte Gemeinschaft
mit ihm wiederherzustellen.
Weiter glaube ich,
dass Gott selbst und ohne mein Zutun die Trennung überwindet,
die Beziehung herstellt,
ihre Dauerhaftigkeit gewährleistet und
ich nichts weiter tun muss, als mich
von ihm in die Gemeinschaft mit ihm hineinnehmen zu lassen.
Und schließlich glaube ich,
dass Gott selbst seinen Geist in mein Inneres gibt und
von dort her in einem Heilungsprozess
die Schäden der Trennung beseitigt,
dass er mich zum Teilhaber an seinem Wirken macht,
indem er mittels seiner Verbundenheit mit mir
selbst bewirkt, was er sich vorgenommen hat
und dass er mich schließlich ans Ziel bringen wird:
die uneingeschränkte Gemeinschaft im vollendeten Gottesreich –
mit ihm und allen, die zu ihm gehören.