INFOS BUCHEMPFEHLUNGEN

Buchempfehlungen sind immer eine riskante Sache. Die Interessen und Geschmäcker sind so verschieden, dass das, was der eine mag, vom anderen als langweilig empfunden wird. Das gilt allgemein, angesichts der großen Vielfalt von Frömmigkeitsstilen aber besonders für den Bereich der Theologie.
Die nachfolgende Auswahl ist wie jede Empfehlung subjektiv. Ich habe dabei (vorwiegend theologische) Bücher zusammengestellt, die ich für lesenswert halte und denen ich wertvolle Anregungen für mein Denken und mein Leben entnommen habe. Das bedeutet nicht, dass ich jedes Buch "pauschal" gut finde oder allem zustimme, was darin zum Ausdruck gebracht wird. Es ist meine Überzeugung, dass Pauschalurteile über Bücher (wie übrigens auch über Menschen) unangemessen sind und halte es für besser, einzelne Aussagen zu bedenken und zu prüfen. Dementsprechend finden sich in der folgenden Auswahl Autoren unterschiedlichster theologischer Prägung. Angesichts der Tatsache, dass unsere menschliche Erkenntnis immer Stückwerk bleibt und auf Ergänzung und Korrektur angelegt ist halte ich die Bereitschaft für selbstverständlich und angemessen, auch von denen zu lernen, denen ein anderern "Stallgeruch" anhaftet als einem selbst. Nicht umsonst hat der Apostel Paulus hier einen klaren Weg vorgegeben: "Prüft alles und haltet das Gute fest" (1Thess 5,21).

Eckstein, Hans-Joachim
Glaube der erwachsen wird (früherer Titel: Erfreuliche Nachricht - traurige Hörer?)
Holzgerlingen: Hänssler-Verlag, 1986 und 2002
Klein, dicht, präzise - und überraschend. Kein Buch, das man auf einen Rutsch durchliest. Die beste und befreiendste Darstellung des Evangeliums, die ich kenne.

Retzer, Arnold
Lob der Vernunftehe: Eine Streitschrift für mehr Realismus in der Ehe
Frankfurt am Main: S. Fischer Verlag, 2009
Interessante Einsichten zum Thema "Miteinander" - in oder außerhalb der Ehe. Sehr lesenswert, insbesondere das Kapitel zum Thema "Vergebung".


Fee, D. Fee und Douglas Stuart
Effektives Bibelstudium
4. Aufl. Asslar-Berghausen: ICI, 2002.
Bibelauslegung unter besonderer Berücksichtigung der jeweiligen Textgattung. Solide, interessant und sehr praxisnah - auch oder besonders für Laien.

Giesekus, Ulrich
Glaub dich nicht krank: Befreites Christsein leben
Wuppertal: R. Brockhaus Verlag, 2000.
Ein kleines Sammelsurium dogmatischer Irrtümer, die den Gläubigen verunsichern und den Glauben gefährden. Ein solides und befreiendes Buch eines Therapeuten.


Guardini, Romano
Die Lebensalter: Ihre ethische und pädagogische Bedeutung.
Mainz: Matthias-Grünewald-Verlag, 2001.
Spannende Einsichten in das Menschsein während der verschiedenen Lebensabschnitte.


Lewis, C.S.
Dienstanweisung für einen Unterteufel
Freiburg im Breisgau: Herder Verlag, 1975
Wer den Menschen - insbesondere den gläubigen Menschen - kennen lernen will, ist hier richtig. Lewis zeigt in humorvoller und tiefgründiger Weise auf, wie "der Mensch tickt", aber auch wie Gott und sein Gegenspieler dieses Wesen sehen.

Neusner, Jakob
Ein Rabbi spricht mit Jesus
Freiburg im Breisgau: Verlag Herder, 2007
Ein herausforderndes Buch! Neusner schlüpft in die Rolle eines Zuhörers Jesu und legt dar, warum er ihm nicht gefolgt, sondern beim jüdischen Glauben geblieben wäre.


Ratzinger, Joseph / Benedikt XVI
Jesus von Nazareth, 1. Teil: Von der Taufe im Jordan bis zur Verklärung
Freiburg im Breisgau: Verlag Herder, 2007
Tiefgründige exegetische Einsichten von einem Theologen, der es schafft, immer wieder neue Aspekte der Evangelientexte zum Vorschein zu bringen. Was einem längst vertraut schien, wird so wieder richtig interessant. Besonders bemerkenswert: Das
                    Vorwort, in dem der Autor die historisch-kritische Methode der Bibelauslegung
                    relativiert und über sie hinausgeht.

Ratzinger, Joseph / Benedikt XVI
Jesus von Nazareth, 2. Teil: Vom Einzug in Jerusalem bis zur Auferstehung
Freiburg im Breisgau: Verlag Herder, 2011

Eine gelungene Fortsetzung. Auch hier bemerkenswert das Vorwort, in dem der Verfasser seine "Hermeneutik des Glaubens" vorstellt und begründet.

Brunner, Emil
Gott und sein Rebell: Eine theologische Anthropologie
Hamburg: Rowohlt, 1958.
Alt und etwas anstrengend zu lesen, aber beeindruckend in der Gedankentiefe. Was Brunner zu Gott und Mensch zu sagen hat, ist auch heute noch elementar.


Lohfink Gerhard
Wie hat Jesus Gemeinde gewollt?
Zur gesellschaftlichen Dimension des christlichen Glaubens

Freiburg, Basel, Wien: Herder, 1982.
Eine Streitschrift gegen eine Individualisierung des Evangeliums, die den kollektiven Aspekt des Heils herausstellt. Gleichzeitig ein provozierendes Werk, das die
                    Sozialverantwortung des Christen neu betont.

Sauer, Erich
Das Morgenrot der Welterlösung
7. Aufl. Wuppertal: R. Brockhaus Verlag, 1985.
Sauer liefert viele interessante Einsichten vor allem in die ersten Kapitel der Bibel. Nicht alles entspricht dem heutigen theologischen Erkenntnisstand, dennoch finden sich wertvolle Beobachtungen, aus denen der Leser seinen Nutzen ziehen kann.

Schultz von Thun
Miteinander reden 1: Störungen und Klärungen
Hamburg: Rowohlt Taschenbuch Verlag, 1981.
Ein Standardwerk zur Kommunikation, das das 4-Seiten-Modell ausführlich erklärt. Nicht der Stein der Weisen für alle Lebens- (und Kommunikations)lagen, aber ein hilfreiches Instrument, um einander (und Gott) besser zu verstehen.

Hirsch, Angelika-Benedicta
Warum die Frau den Hut aufhatte: Kleine Kulturgeschichte des Hochzeitsrituals
Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht, 2008.
Ein besonderes Buch, zu dem man nur greift, wenn man darauf hingewiesen wird. Besonders interessant sind die Kapitel über die Bedeutung von Ritualen und die Analyse von Märchen in beziehungstechnischer Hinsicht. Deshalb auch für diejenigen
                    lesenswert, denen es nicht primär um das Thema "Ehe" geht.

Watzlawick, Paul
Anleitung zum Unglücklichsein
München: Piper-Verlag, 1988
Äußerst humorvoll und kompetent zeigt der österreichische Psychologe und Kommunikationswissenschaftler auf, worauf es ankommt, wenn man unglücklich werden
                    oder bleiben möchte. Ein sehr unterhaltsames Buch, das zur gelassenen Lebensführung
                    motiviert und tief in den Alltag hinein Wirkung entfaltet.
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